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Ha pasado tanto tiempo, que ya casi ni lo siento y vuelvo al mismo lugar...



Ja, die letzten zwei Wochen meines grossen Abenteuers sind angebrochen, und ich verbringe jetzt schon meine Zeit damit, Sachen zu packen, zu wiegen, Geschenke zu kaufen. Obwohl ich eigentlich Lust haette noch laenger hier zu bleiben, schau ich doch voller Vorfreude auf den 26. Juni, wenn ich dann im Flugzeug sitze, und wieder nach Deutschland fliege, und viele Menschen die ich lange Zeit vermisst habe wieder sehe...

Die Fotos sind von meiner Letzten Reise nach Salta, von der ich grade wiederkomme, und einfach nur sagen kann: Atemberaubend. Schoen. Unglaublich. Lustig.
Es war wirklich die richtige Entscheidung diese Reise nochmal als Ablschluss mitzumachen, nicht nur wegen der wunderschoenen Landschaft, sondern auch wegen den Leuten die dabei waren. Eine tolle Erfahrung, und Freundschaften sind entstanden, die hoffentlich auch in Deutschland noch halten.

Da ich denke, dass dies einer meiner letzten Eintraege sein wird, oder sogar DER letze(?) werde ich jetzt einfach mal reflektieren, was dieses Jahr mir eigentlich gebracht hat, was ich gelernt habe, was mir gefallen hat, was es fuer mich Bedeutet...

Ich erinner mich noch genau, als ich am 25.Juli 2008 im Flugzeug sass, heulend, und mich einfach nur gefragt habe, warum ich ein Jahr lang weg will. Am Anfang war es ja nur eine Idee, bis es dann auf einmal zu einem wirklich Plan wurde, und in die Tat umgesetzt wurde, aber ich haette es mir niemals so schwierig vorgestellt. Ich dachte es waere immer nur Spass, und sobald ich mich versehen flieg ich schon wieder zurueck, aber es war nicht immer so..
Es war auch nicht immer einfach.
Als ich mein erste Familie wechseln musste, und nicht wusste wohin ziehen, als ich grade angekommen bin und noch keine Freunde hatte, als meine Schwester in der zweiten Familie auf einmal nichtmehr mit mir geredet hat, und total eifersuechtig war, als ich nichtmehr weiter wusste, und nach 5 Monaten heulend bei Katy am Pool sass und gesagt hab "Ich will nach Hause, ich kann nicht mehr" (mama, papa, dass ich hab ich euch natuerlich nie gesagt :P), als ich in den Uralub gefahren bin und mich einfach alleine gefuehlt habe, als ich noch kein Wort verstanden habe und alle mit mir reden wollten, jeden Tag den ich Martin vermisst habe, als ich die Familie ein letztes Mal wechseln musste, und meine 2. Mutter mit weinend verabschiedet hat...
Ich habe eins begriffen. Fuer sein Glueck muss man kaempfen, man muss daran arbeiten. Niemand wird gluecklich wenn er nicht selbst taetig wird. Und Glueck faengt vor allem im Kopf an, denn all diese Dinge sind passiert, und ich habe mich schlecht gefuehlt, aber das wichtigste ist immer nach vorne zu schauen, die Moeglichkeit der Veraenderung zu sehen, sie zu nutzen und an allem das positive zu sehen... Und so war es zwar nicht immer einfach aber ein unglaubliche Erfahrung mit den schoensten Momenten die ich in meinem ganzen Leben gehabt habe...
Als ich angekommen bin und eine woche lang mit allen Austauschschuelern zusammen war, als alles noch so neu und unbekannt war, der erste Tag in der Schule wo jeder mich kennen lernen wollte, meine erste Schuluniform kaufen, aufwachen und immer nur Sonnenschein sehen, Mit Freunden am See sitzen und Mate trinken, generell immer mit Freunden zusammen zu sein, zu einem 15 Geburtstag gehen, 3 Monate Sommerferien haben, schlafen, an den pool gehen, Die Cataratas, Durazno und Salta, die neuen Freundschaften die ueber die ganze Welt verstreut entstanden sind, Familien wechseln und das Gefuehl habe, alles faengt von neuem an, unglaubliches Glueck...

Und wenn ich mir so meine letzte Familie anschauen kann ich eigentlich nur noch von Glueck sprechen, denn ich habe endlich eine richtige Familie gefunden, Freunde. Ein leben dass man so schnell nichtmehr hergeben will...

Warum bin hab ich also dieses Auslandjahr gemacht? Um Erfahrungen zu sammeln, um reifer zu werden, um Spass zu haben, um Spanisch zu lernen, um gluecklich zu werden, um alleine klar zu kommen, um Freunde zu finden, um Argentinien kennen zu lernen... etc.

Ich kann also im Nachhinein tatsaechlich sagen, dass es das beste, gluecklcihste, lehrreichste und aufregenste Jahr meines Lebens war, und ich Argentinien niemals vergessen werde, denn hier ist mein zweites zu Hause.

Aber wenn ich eins gelernt habe, ist es auch seine Heimat zu lieben, seine Familie zu schaetzen, und wenn ich manchmal dachte, dass ich hier hin gekommen bin um von dem deutschen Alltag zu fluechten, dann hab ich doch gemerkt, dass es eher war um den deutschen Alltag schaetzen zu lernen, und zu merken, dass ich auch in Deutschland gluecklich war, ich es einfach nie bemerkt habe.
Ich denke diese Feststellung wird mir mein ganzes Leben lang helfen, und schaetzen was man hat.

Heute ist Sonntag der 14 Juni. In 12 Tage bin ich schon auf dem Weg nach Hause, und ich freu mich schon jetzt all die bekannten Gesichter wieder zu sehen, auch wenn ich Argentinien mit Fernweh hintermir lassen werde, bin ich froh, mich wieder in mein altes, vollkommen neues Leben zu stuerzen.

Ich hoffe ihr habt mich noch nicht vergessen
Liebe gruesse aus Argentinien.
Los amo

14.6.09 16:37
 


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bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Moni (14.6.09 23:08)
tolle fotos haste da!
ich freu mich so. ich kann nicht mal recht sagen warum genau; weil du so glücklich bist, weil du alles so toll überstanden hast, weil du bald wieder da bist, weil ich so stolz auf dich bin..?vielleicht alles^^
Ich freu mich einfach =D
Das wars auch schon ;p
<3


Niklas :) (15.6.09 21:21)
Wow. Ein Jahr ist rum. Bin total baff und kanns einfach nicht glauben... irgendwie gings doch unheimlich schnell um und bald bist du wieder da und wir sind in der 12!
Freu mich dich bald wieder zu sehen... noch ca. 2 Wochen und Alex betritt nach einem Jahr zum 1. Mal wieder deutschen Boden


Yvonne (18.6.09 15:14)
Yeah!Ich freu mich so! Dann gehts ab ins Underground
Wie schnell ein Jahr dann doch umgehen kann...
Meld dich,wenn du wieder im Lande bist


(21.6.09 21:00)
ich kann es wirklich nicht glauben, dass du bald schon wieder hier bist.
das jahr ging so verdammt schnell vorüber.
ich weiß noch wo wir an deiner abschiedsparty durch niederembt gelaufen sind, weil deutschland gegen die türkei gewonnen hat :D
aber eigentlich kann man ja nur froh sein, dass es schnell vorbei ging.. bis bald


maike (21.6.09 21:00)
das war ich :D


andrea (25.6.09 09:51)
ich kann es auch kaum glauben, wie schnell das doch jetzt ging..
ich freue mich wenn du wieder da bist, gibt bestimmt eine ganze menge zu quatschen
bis dieser tage :D
:***


.engel (18.11.09 17:46)
5 Monate ist es jetzt schon her.
Kannst du dir das vorstellen?
5 Monate bist du jetzt schon wieder hier. Einerseits ist es noch gar nicht so lange her. Fünf Monate sind nicht viel. Andererseits wirkt es mittlerweile für mich auch irgendwie fern.

Wenn ich aber auf deinen Blog gehe, dann muss ich wieder an die Zeit denken. An die Zeit, wo dieser Blog meine Informationsquelle, ich jeden deiner Eintrag aufsog, mehrfach las und kommentierte. Die Zeit, wo wir jede Woche mal voneinander hörten. Die Zeit, in der ich nur erahnen konnte wie es dir geht, was du machst oder mit wem du gerade sprichst.

Diese Zeit, sie ist für mich so surreal.
Wenn ich hier Te quiero von DJ Flex höre oder Chapas C, dann werde ich melancholisch, dann denke ich wieder an die Zeit. Wie ich dich vermisst habe.
Ich mag die Musik, ich verbinde sie mit dieser Zeit, doch noch immer ist mir die Musik ein wenig fremd, so anders. Genauso wie die ganzen Menschen in Argentinien. Sie sehen alle so nett aus. Delfi, Faku, Mayca, Gilda... Du siehst glücklich mit ihnen aus und sie sind mir einfach sympatisch, auch wenn ich nur Fotos kenne. Und trotzdem sind sie mir fremd, ich kenne eigentlich nur ihre Gesichter. Aber ich weiß, was sie dir bedeuten und deswegen bedeuten sie mir auch viel.


.engel (18.11.09 17:47)
Die ganzen Einträge, die Musik, die Fotos. Hin und wieder da fällt mir ein, dass wir ein Jahr lang ein Leben aneinander vorbei geführt haben. Ein ganz anderes Leben. Ein Jahr. Auf einmal kommt einem die Zeit so kurz vor, doch sie war verdammt lang. Und manchmal da vergesse ich, dass du so lange fort warst, weil das hier und jetzt so schön ist.
Aber es gibt die Augenblicke, da muss ich an die Zeit denken und muss daran denken, dass ich so ein ganzes Jahr von deinem Leben mehr oder weniger nicht mitbekommen hab. Das macht mich irgendwie traurig. Ich weiß so viel über das Jahr und ich will alles wissen, doch im Prinzip ist es mir fremd.

Ich will dir nur sagen, dass ich dich so oft vermisst habe und dass ich einfach nur überglücklich bin dich wiederzuhaben. Ich bin glücklich mit dir, glücklich, weil unser Leben hier schön ist. Doch ich will Argentinien kennenlernen, die Menschen kennenlernen.

Wir beide, wir müssen unbedingt mal für ein paar Wochen dahin, denn ich will mir eine bessere Vorstellung von deiner Zeit dort machen.

Schatz? Ich liebe dich.

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